Notgroschen-Rechner
Finde heraus, wie groß dein Notgroschen sein sollte. Der Rechner berücksichtigt deine Lebenshaltungskosten und die Stabilität deines Einkommens und zeigt dir, wie viel noch fehlt. Kostenlos und in weniger als einer Minute.
So funktioniert der Notgroschen-Rechner
Dein Zielbetrag ergibt sich aus deinen monatlichen Lebenshaltungskosten mal der Anzahl der Monate, die du absichern möchtest. Der Rechner empfiehlt einen Zeitraum passend zu deinem Einkommensprofil, den du jederzeit anpassen kannst. Anschließend vergleicht er das Ziel mit deinem bereits gesparten Betrag und zeigt, wie viel noch fehlt.
Wenn du zusätzlich angibst, wie viel du monatlich zurücklegen kannst, berechnet der Rechner auch, in wie vielen Monaten dein Notgroschen vollständig ist: Er teilt dafür den fehlenden Betrag durch deine monatliche Sparrate. So siehst du Zielbetrag und Sparweg auf einen Blick.
Was du eingeben musst
- Monatliche Lebenshaltungskosten: nur deine notwendigen Ausgaben.
- Einkommensprofil: legt die empfohlenen Monate fest (du kannst sie ändern).
- Bereits gesparter Betrag für den Notgroschen (optional).
- Monatliche Sparrate, um die Dauer bis zum Ziel abzuschätzen (optional).
Wie viele Monate sollte dein Notgroschen abdecken?
Wie viele Monate du absichern solltest, hängt davon ab, wie verlässlich dein Einkommen ist. Je stärker es schwankt, desto größer sollte dein Puffer sein. Nutze die Tabelle als Orientierung und passe sie an deine Situation an:
| Profil | Empfohlene Monate |
|---|---|
| Sehr stabiles Einkommen (z. B. Beamte) | 6 Monate |
| Angestellte mit festem Gehalt | 6 Monate |
| Selbstständige, Freiberufler oder schwankendes Einkommen | 12 Monate |
Wenn du Angehörige versorgst, Schulden hast oder von nur einer Einkommensquelle abhängig bist, kann ein größerer Puffer sinnvoll sein. Die Werte sind Richtwerte, keine festen Regeln.
Notgroschen-Beispiele nach Lebenshaltungskosten
So hoch ist der Notgroschen bei verschiedenen monatlichen Kosten, berechnet für 6 Monate (stabiles Einkommen) und 12 Monate (schwankendes Einkommen):
| Monatliche Lebenshaltungskosten | Notgroschen (6 Monate) | Notgroschen (12 Monate) |
|---|---|---|
| 2.000 € | 12.000 € | 24.000 € |
| 4.000 € | 24.000 € | 48.000 € |
| 6.000 € | 36.000 € | 72.000 € |
| 10.000 € | 60.000 € | 120.000 € |
Für die Berechnung zählen deine notwendigen Ausgaben, nicht dein Einkommen. Wenn du deine Fixkosten senkst, sinken deshalb sowohl der Zielbetrag als auch die Zeit bis dorthin.
Wo du deinen Notgroschen parken solltest
Ein Notgroschen muss vor allem schnell verfügbar und risikoarm sein. Er sollte nicht ausgerechnet dann an Wert verlieren, wenn du ihn brauchst. Aktien, volatile Fonds oder Anlagen mit langer Bindung eignen sich deshalb nicht.
Geeignet sind in der Regel konservative, schnell verfügbare Produkte wie Tagesgeld oder andere risikoarme Anlagen mit kurzer Laufzeit. Sicherheit und Verfügbarkeit sind wichtiger als die höchste Rendite: Geld, das wachsen soll, legst du langfristig an, sobald dein Notgroschen steht.
Erst der Notgroschen, dann langfristig investieren
In den meisten Fällen kommt der Notgroschen vor langfristigen Geldanlagen. Er bewahrt dich davor, bei einer unerwarteten Ausgabe Anlagen im ungünstigsten Moment verkaufen oder teure Schulden aufnehmen zu müssen. Steht dein Notgroschen, kannst du viel entspannter investieren.
Ist dein Notgroschen vollständig, kannst du die bisherige Sparrate für langfristige Ziele nutzen – etwa für den Ruhestand oder deine erste Million. Dabei hilft dir der Zinseszinseffekt.
Häufig gestellte Fragen
Ein Notgroschen ist Geld, das du ausschließlich für Unvorhergesehenes zurücklegst: Einkommensverlust, Krankheit oder eine dringende Reparatur. Er liegt getrennt von deinen langfristigen Geldanlagen an einem risikoarmen Ort, an dem du jederzeit ohne Verlust darauf zugreifen kannst. Seine Aufgabe ist nicht, viel Rendite zu bringen, sondern im richtigen Moment verfügbar zu sein.
Als grobe Orientierung gelten sechs Monatsausgaben bei einem stabilen Einkommen, etwa als Beamte oder Angestellte, und bis zu zwölf Monatsausgaben bei schwankendem Einkommen oder als Selbstständige. Das sind nur Ausgangswerte: Ist dein Einkommen unsicher oder versorgst du Angehörige, lohnt es sich, mehr zurückzulegen. Im Rechner kannst du die Anzahl der Monate selbst anpassen.
Berücksichtige vor allem notwendige Kosten wie Wohnen, Lebensmittel, Energie, Mobilität, Versicherungen und Gesundheit. Freiwillige Ausgaben musst du nicht vollständig einrechnen.
Das Geld sollte risikoarm und kurzfristig verfügbar sein, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto. Eine hohe Rendite ist weniger wichtig als Sicherheit und schneller Zugriff. Meide Aktien, stark schwankende Fonds und Anlagen mit fester Laufzeit.
Ja, aber meist nur wenig, und das ist so gewollt. Weil das Geld jederzeit sicher verfügbar sein muss, liegt es in vorsichtigen Anlagen, deren Zinsen sich meist am Leitzins orientieren. Beim Notgroschen geht es um Schutz, nicht um Wachstum: Geld, das sich vermehren soll, legst du langfristig an, sobald dein Notgroschen steht.
In den meisten Fällen ist es sinnvoll, zuerst einen Notgroschen aufzubauen. So musst du langfristige Anlagen bei einer unerwarteten Ausgabe nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen und keine teuren Schulden aufnehmen. Mit einem Notgroschen im Rücken investierst du langfristig deutlich entspannter.
Lege zuerst deine monatlichen Lebenshaltungskosten und die passende Anzahl an Monaten für dein Profil fest, dann kennst du dein Ziel. Wähle anschließend eine feste monatliche Sparrate und richte einen Dauerauftrag ein, der direkt nach dem Gehaltseingang ausgeführt wird, bevor du Geld ausgibst. Auch kleine, regelmäßige Beträge bauen den Notgroschen mit der Zeit auf. Der Rechner zeigt dir, wie viele Monate du mit deiner Sparrate bis zum Ziel brauchst.
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