Spritkosten berechnen und pro Person teilen
Gib Strecke, Verbrauch und Literpreis ein und sieh sofort, was die Fahrt kostet und wie viel Spritgeld jede Person zahlt. Maut, Parken und Verschleiß kannst du optional ergänzen.
So funktioniert der Spritkostenrechner
Der Rechner geht vor wie du auf einem Zettel. Zuerst ermittelt er die Gesamtstrecke und verdoppelt die einfache Strecke bei Hin- und Rückfahrt. Dann multipliziert er sie mit dem Verbrauch in l/100 km und teilt durch 100. Das ergibt die getankten Liter, die er mit dem Literpreis multipliziert.
Dazu kommen Maut und Vignette (für die einfache Strecke eingegeben und bei Hin- und Rückfahrt verdoppelt), Parken und Sonstiges für die ganze Reise und auf Wunsch ein Betrag pro km für den Verschleiß. Die Summe wird gleichmäßig auf alle verteilt oder nur auf die Mitfahrenden, wenn die fahrende Person nichts zahlt.
Beispiel: Spritkosten von Berlin nach München
Vier Freund:innen fahren von Berlin nach München und zurück, rund 585 km pro Strecke über die A9. Das Auto braucht auf der Autobahn 6,5 l/100 km, der Liter Super E10 kostet 1,75 €. Maut fällt für Pkw in Deutschland nicht an.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Gesamtstrecke | 1.170 km |
| Verbrauchter Kraftstoff | rund 76 Liter |
| Spritkosten | 133,09 € |
| Jede Person zahlt (4 Personen) | rund 33,27 € |
| Jede mitfahrende Person zahlt, wenn die fahrende Person nichts zahlt | rund 44,36 € |
Das sind etwa 11 Cent pro km. Rechnet ihr für die Person, die ihr Auto stellt, zusätzlich 0,08 € pro km Verschleiß, kommen 93,60 € dazu und jede Person zahlt rund 56,67 €. Bei ungeraden Beträgen verteilt der Rechner die Cent so, dass die Summe genau aufgeht.
Verbrauch ermitteln und den richtigen Spritpreis wählen
Der Verbrauch beeinflusst das Ergebnis am stärksten. Nimm den Verbrauch auf der Autobahn und bedenke: Wer schnell fährt, braucht spürbar mehr. Drei Wege zum passenden Wert:
- Bordcomputer: zeigt den Durchschnittsverbrauch in l/100 km. Praktisch, aber oft etwas zu niedrig.
- Volltankmethode: volltanken, Tageskilometerzähler auf null, normal fahren, wieder volltanken. Getankte Liter durch gefahrene km teilen und mit 100 multiplizieren.
- Herstellerangabe (WLTP): taugt als Startwert, wenn ihr das Auto nicht kennt, liegt in der Praxis aber meist unter dem echten Verbrauch.
Beim Preis zählt die Sorte, die ihr tankt: Super E10, Super E5 oder Diesel. Tankstellen direkt an der Autobahn sind meist deutlich teurer als im Ort. Apps auf Basis der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zeigen aktuelle Preise entlang der Route.
Spritgeld für Mitfahrer: so teilt ihr fair
Der Rechner übernimmt die Mathematik, ein paar Fragen klärt ihr aber besser vor der Abfahrt:
Zahlt die fahrende Person mit?
Unter Freund:innen ist es üblich, dass alle gleich viel zahlen, Fahrer:in inklusive, schließlich fährt die Person ja auch mit in den Urlaub. Bei einer Mitfahrgelegenheit ist es dagegen normal, dass nur die Mitfahrenden Spritgeld geben. Beides ist fair, solange es vorher feststeht.
Nur Sprit oder auch Verschleiß?
Wer sein eigenes Auto stellt, trägt Reifen, Ölwechsel, Inspektion und Wertverlust. Viele Gruppen geben deshalb einen kleinen Betrag pro km dazu, oft 5 bis 10 Cent. Zur Einordnung: Die steuerliche Pauschale von 0,30 € pro km für Dienstreisen mit dem eigenen Auto soll alle Fahrzeugkosten abdecken, inklusive Versicherung und Wertverlust. Sie ist deshalb eher eine Obergrenze als ein Maßstab für Fahrten unter Freund:innen.
Umwege und Mitfahrende auf Teilstrecken
Umwege, von denen alle etwas haben, gehören zur Gesamtstrecke. Ein Umweg nur, um eine Person abzuholen, lässt sich separat ausgleichen. Steigt jemand nur für einen Teil der Strecke zu, ist es am fairsten, pro Abschnitt zu rechnen: Jeder Abschnitt wird nur unter denen aufgeteilt, die dabei im Auto saßen.
Maut, Vignette und Parken im Ausland
In Deutschland zahlen Pkw keine Autobahnmaut. Sobald es über die Grenze geht, sieht das anders aus: Österreich und die Schweiz verlangen eine Vignette, in Österreich kommen auf einigen Strecken wie Brenner oder Tauern Sondermauten dazu. In Frankreich und Italien wird auf den meisten Autobahnen nach Strecke abgerechnet. Trag die Kosten für die einfache Strecke ein; der Rechner verdoppelt sie für die Rückfahrt.
Achtung bei Vignetten: Eine Jahres- oder Zehn-Tages-Vignette gilt oft für Hin- und Rückfahrt zusammen. Dann trag sie besser einmal unter Parken und Sonstiges ein, damit sie nicht doppelt gezählt wird.
- Parkhaus am Ziel oder am Hotel.
- Fähren, etwa nach Skandinavien oder auf Inseln.
- Waschanlage nach der Reise, wenn ihr das so vereinbart.
Diese Kosten tragt ihr als Gesamtbetrag der Reise unter Parken und Sonstiges ein. Strafzettel und Bußgelder zahlt in der Regel die Person, die gefahren ist.
Mehr als Sprit: die Kosten der ganzen Reise
Sprit ist nur ein Teil der Reisekosten. Unterkunft, Einkäufe, Essen und Eintritte kommen dazu, und jede Person zahlt mal etwas anderes. Am Ende bleibt die Frage: Wer schuldet wem wie viel?
TakeControl erfasst alle Reiseausgaben auf dem Handy, von Sprit und Maut bis Unterkunft und Essen. Die App funktioniert offline, also auch im Funkloch, und unterstützt mehrere Währungen, etwa wenn ihr in der Schweiz in Franken zahlt. Zum Schluss zeigt sie, wer wem was schuldet, mit möglichst wenigen Überweisungen. Für die Restaurantrechnung unterwegs gibt es den Rechner „Rechnung fair teilen“.
Du willst die ganze Reise Schritt für Schritt organisieren? Lies unseren Ratgeber Roadtrip-Kosten fair teilen.
Häufig gestellte Fragen
Multipliziere die Gesamtstrecke in km mit dem Verbrauch in l/100 km und teile durch 100. Das Ergebnis sind die Liter, die du mit dem Literpreis multiplizierst. Berlin-München und zurück sind etwa 1.170 km; bei 6,5 l/100 km sind das rund 76 Liter und bei 1,75 € pro Liter 133,09 €. Dazu kommen gegebenenfalls Maut, Vignette und Parken.
Fair ist der gleiche Anteil an Sprit, Maut und Parken. Zahlt die fahrende Person nichts, wird die Summe nur auf die Mitfahrenden verteilt. Stellt jemand sein eigenes Auto für eine lange Strecke, kann man zusätzlich ein paar Cent pro km für den Verschleiß vereinbaren.
Das entscheidet ihr gemeinsam. Bei einer gemeinsamen Reise unter Freund:innen zahlen meist alle gleich viel, auch die Person am Steuer. Bei einer Mitfahrgelegenheit geben dagegen nur die Mitfahrenden Spritgeld. Wichtig ist, das vor der Abfahrt zu klären.
Bei langen Strecken mit dem Auto einer Person ist das fair, weil Reifen, Öl und Inspektionen ebenfalls Geld kosten. Viele Gruppen rechnen 5 bis 10 Cent pro km. Die steuerliche Pauschale von 0,30 € pro km für Dienstreisen deckt alle Fahrzeugkosten inklusive Versicherung und Wertverlust ab und ist daher eher eine Obergrenze.
In Deutschland gibt es keine Pkw-Maut. Für Fahrten nach Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich oder Italien trägst du die Maut für die einfache Strecke ein, der Rechner verdoppelt sie bei Hin- und Rückfahrt. Eine Vignette, die für beide Richtungen gilt, trägst du besser einmal unter Parken und Sonstiges ein.
Rechnet pro Abschnitt. Jeder Abschnitt wird nur unter den Personen aufgeteilt, die dabei im Auto saßen. Eine App zum Ausgaben teilen wie TakeControl hilft, jeden Abschnitt mit den richtigen Personen zu erfassen, und zeigt am Ende, wer wem was schuldet.
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